Digitale Bildung

Digitalisierungsmesse

am 15. März 2019 von 13-16 Uhr

in der Grundschule & Mittelschule Burgebrach

https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/6435/messe-zeigt-chancen-der-digitalen-bildung-an-schulen.html

 

Grund- und Mittelschule Burgebrach

im Zentrum der Digitalisierung an Schulen

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So einen großen Andrang an Ehrengästen und Besuchern haben die Grund- und die Mittelschule Burgebrach schon lange nicht mehr erlebt: Beinahe symbolträchtig am weltweiten „Friday for Future“ wurde eine in jeder Hinsicht attraktive Digitalisierungsmesse unter der Schirmherrschaft des Kultusministers Dr. Michael Piazolo veranstaltet. Angeregt und organisiert durch das Bildungsbüro des Landkreises Bamberg fand an dem Freitag Mitte März die erste Digitalisierungsmesse statt. Das Bildungsbüro, die Staatlichen Schulämter Bamberg Stadt und Land und die Gemeinde Burgebrach entwickelten in enger Zusammenarbeit mit den beiden Schulleitungen ein gelungenes Gesamtkonzept der Messe, das sich sehen lassen konnte und wie sich zeigte, einen riesigen Zulauf an Besuchern hervorrief. Die Programmübersicht versprach dabei 16 Stände in verschiedenen Klassenräumen, an denen die Grundschule, die Mittelschule und weitere geladene Schulen ihre Best-Practice-Beispiele für andere präsentierten, von gut funktionierenden digitalen Klassenzimmerausstattungen mit Panels und interaktiven Whiteboards, W-LAN-Infrastrukturen, Tablet- und Laptopklassen bis hin zu unterschiedlich angelegten handlungsorientierten und anschaulichen Programmierkursen in der Grundschule. Aber auch die Technik-Präsentation von den Ausstellern kam nicht zu kurz. Viele Besucher drängten sich um 7 Aussteller, die in der Aula der Mittelschule moderne Präsentationstechnik, digitale Lehrbücher, Konzepte für die schulische Systembetreuung und programmierbare LEGO-Sets präsentierten.

Eine derartige Dichte an anschaulichen Informationen ist für die Region Bamberg und auch darüber hinaus im wahrsten Sinne des Wortes innovativ, und so verwundert es nicht, dass etwa 250 Schulleiter und Lehrkräfte, Medienverantwortliche an Schulen, aber auch Bürgermeister den Weg zum „Tor zum Steigerwald“ fanden und sich umfassend informierten. Natürlich war den Verantwortlichen vor Ort, Bürgermeister Johannes Maciejonczyk sowie Dr. Edith Kleber, Rektorin der Grundschule, und Jürgen Poppendörfer, Rektor der Mittelschule, ein gewisser Stolz über ihre Vorzeigeschule anzusehen. Die wochenlange intensive und gut abgestimmte Vorbereitung und Koordinierung bei allen Verantwortlichen hatte sich gelohnt! Alles lief nach Plan, alle waren begeistert, die Gäste fanden sich bestens zurecht, und auch die Verköstigung durch die Elternbeiräte beider Schulen sowie durch Imbiss Ludwig aus Burgebrach trug zur vollen Zufriedenheit der Gäste bei.

Moderiert von Frank Förtsch wurde die Messe in Form eines halbstündigen Talks eröffnet. Darin übermittelte Kultusstaatssekretärin Anna Stolz die Grüße des Schirmherrn, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, und betonte, dass gute Technik allein nicht reiche, sondern diese auch von den Lehrkräften kompetent eingesetzt werden müsse. Landrat Johann Kalb unterstrich die bisherigen Investitionen des Landkreises in die Schulen und hoffte ebenso wie Bambergs Bürgermeister Christian Lange, dass auch die Bewerbung zur Digitalen Bildungsregion, die Stadt und Landkreis kürzlich beim Kultusministerium eingereicht haben, einen zusätzlichen Schub für die weitere Entwicklung bringe.

Burgebrachs Bürgermeister Johannes Maciejonczyk hob hervor, dass Investitionen in eine gute Schulausstattung nicht das alleinige Erfolgsrezept sein könnten, sondern dass zudem eine gute Schulentwicklung entscheidend sei. Der fünfte Gast auf dem Podium war Matthias Thiem von den Staatlichen Schulämtern von Stadt und Landkreis Bamberg. Er unterstrich das bisherige Engagement unter anderem durch die Einrichtung eines eigenen Arbeitskreises zur Medienkonzepterstellung. Nicht zuletzt waren die Schulämter auch an der Organisation der Messe beteiligt und boten durch die vielen Gespräche mit dem Bildungsbüro des Landkreises eine hervorragende Basis für den Austausch untereinander, die über diesen Nachmittag hinaus Wirkkraft entfalten wird.

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Bei einem anschließenden Rundgang über die Messe zeigten sich Landrat Kalb und Staatssekretärin Stolz beeindruckt davon, wie versiert bereits Grundschülerinnen und Grundschüler mit der modernen Technik in ihren Klassenzimmern umgehen. Da wurden Stop-Motion-Filme mit dem iPad gedreht und in intensiver Vorarbeit Kulissen gebastelt und Figuren ausgesucht. Ebenso lernten die Kinder mit der App Scratch auf spielerische Weise die Funktionsweise von Algorithmen kennen und programmierten selbst kleine Geschichten. Eine Schülerin meinte zwischendurch „Heute sei der schönste Schultag ihres Lebens!“ – und das, obwohl sie an diesem Freitagnachmittag länger als üblich in der Schule bleiben musste. Sie strahlte echte Freude darüber aus, den vielen Fragen der erwachsenen Gäste die passenden Antworten zu präsentieren.

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Eine, die am Einzug der Informatik im Grundschulbereich großen Anteil hat, ist Ute Schmid, Professorin vom Lehrstuhl für Angewandte Informatik der Universität Bamberg. Auch die von ihr entwickelten Experimentierkisten „Informatik“ wurden auf der Messe in der Lernwerkstatt der Grundschule vorgestellt. Mit ihnen können schon Kinder mit ihren Lehrkräften auf anschauliche Weise die Grundlagen der Computertechnik erarbeiten und unter anderem lernen, was Pixel sind und wie ein Computer in seinem Inneren aufgebaut ist. Ute Schmid setzte dann auch mit ihrem Vortrag zu diesem Thema einen inhaltlich spannenden und interessanten Schlusspunkt der Messe.

Im Anschluss auf die Frage angesprochen, ob sie mit dem Verlauf der Messe zufrieden sei, antwortete Grundschulrektorin Kleber mit: „Ob ich zufrieden bin? Zufrieden ist gar kein Ausdruck! Es war großartig, es hat einfach alles gepasst, alle Gäste konnten in höchstem Maße profitieren!“ Die Gäste sahen das genauso, überall begeisterte Gesichter. Sogleich kamen Ideen auf, so eine Digitalisierungsmesse auch einmal mit dem Schwerpunkt Berufliche Schulen auszurichten. Die Weichen für eine Fortsetzung sind also gestellt. Fridays haben Zukunft - auch in Sachen Digitalisierung!

(FT-Bericht)

 

Digitales Lernen - wie geht man das an?

Studierende der Otto-Friedrich-Universität Bamberg erlebten Praxistage zum Digitalen Lernen in der Grundschule. Sie begleiteten am 29. Juni 2018 Kinder der Klasse 4b und arbeiteten mit ihnen aktiv in Kleingruppen. Dabei gingen die angehenden Lehrkräfte der Frage nach: „Wie geht man Digitales Lernen im Unterrichtsalltag an?“

Anhand von sogenannten „unplugged“ Übungen, wie z.B. das Spiel „Stille Post – mal ganz anders“, die genaue „Beschreibung einer Bastelanleitung“, das“ Legen einer Programmieraufgabe“ und das „Erproben des Programms am Programmierfeld“ aus Teppichfließen, verdeutlichen die Notwendigkeit einer genauen und strukturierten Programmiersprache . Hier wird ein Durchdringen von Abläufen notwendig, die ein systematisches und strukturiertes Denken unabdingbar machen.

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Im Anschluss begleiteten die Studierenden die Viertklässler in den PC-Raum, um ihnen beim Programmieren eines Lauflichts auf dem Mikrocontrollerboard über die Schulter zu schauen, sie zu unterstützen oder aber auch zu staunen, was die Kinder bereits programmieren, abspeichern und auf ihren Mini-Computer herunterladen können.

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Die abschließende Reflexion verdeutlicht ein klares Bild der Studierenden zur Ausgangsfrage:

„Jetzt weiß ich, wie ich Digitales Lernen selbst im Unterricht angehen kann.“ „Das Legematerial zum „unplugged“ – Programmieren hätte ich mir für meinen eigenen Informatikunterricht gewünscht, um informatische Abläufe besser verstehen und nachvollziehen zu können.“ „Interessant war die Verbindung zu bestehenden Unterrichtsfächern wie Deutsch und Mathematik, wie das Verfassen einer Bastelanleitung, das Verbalisieren oder das Koordinatensystem bei der Programmierarbeit.“ „Toll war zu beobachten, wie die Kinder sich absprachen, sich einigten, gemeinsam diskutierten und abwägten, eine gefasste Entscheidung verwarfen und sich neue, auch effektivere Programmierwege auftaten.“

Carina Neubauer

 

 

Lampenfieber im PC-Raum

Am 07. März 2018 fanden im Rahmen unseres Digitalisierungskonzepts Dreharbeiten zu einem Kurzfilm für die Bewerbung um den C. C. Buchner Preis (http://www.ks-bam.de/page.cfm?category=12&page=ccbuchner2018) statt. Herr Savic und Herr Seidler, zwei professionelle Filmemacher der Midnight-Production GmbH, bauten ihre Gerätschaften auf und gaben erste Anweisungen.

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Alle Darsteller – die ganze Klasse 4b – brachte/n sich gekonnt ein:

Sie stellten zunächst die informatischen Lern- und Erfahrungsstationen unserer Kooperationspartner Prof. Dr. Ute Schmid und ihrem universitären Team vor und programmierten anschließend ein Bodenfeuchtigkeitsgerät. Dieses erprobten sie abschließend an ihrer eigens angesäten Kresse.

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Der fertige Kurzfilm wird voraussichtlich am 12. April 2018 an der KS:Bamberg Preisverleihung erstmalig vorgestellt. Wir alle sind mächtig gespannt.

(Carina Neubauer, Andreas Schweibold)

 

Unser Filmbeitrag:

 

 

-Digitalisierte Grundschule Burgebrach-

In unserem aktuell konzipierten Unterrichtsprojekt „Programmieren in der Grundschule“ wird sowohl digitales Basiswissen kindgerecht eingeführt als auch das Programmieren bzw. Coden als grundlegender Bildungsinhalt der Grundschule vermittelt.

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Das“ Experimentierboxensystem – Informatik“ (bestehend aus sechs Stationen) der Forschergruppe Elementarinformatik der Universität Bamberg (FELI) dient der Erarbeitung grundlegender Lerninhalte, wie z.B. „Was ist ein Pixel?“, „Was ein Algorithmus?“ oder „Wie arbeitet ein Computer überhaupt?“

Gekoppelt an diese Grundlagenarbeit zu einem nachvollziehbaren technischen Grundverständnis und zur Begriffsbildung programmieren unsere Viertklässler den Calliope-Mini, ein sternförmiges Mikrokontrollboard. Hierbei liegt der Fokus auf dem logisch aufgebauten Bildungsinhalt, dem Programmieren mit dem Editor PXT.

Im Alltag stellen Kinder immer wieder und häufig „WENN-DANN-BEZIEHUNGEN“ her. Derartige Wenn-Dann-Zusammenhänge werden bei der Arbeit mit dem Calliope-Mini in logische Zusammenhänge gebracht und systematisiert. Darüber hinaus ermöglicht das kleine Board eine Verbindung von digitaler Komponente und Lebenswirklichkeit, in dem gegenständliche Anwendungen (z.B .einen Schrittzähler programmieren, Malen eines Bildes, Kontrollieren der Bodenfeuchtigkeit einer Pflanze, usw.) mit dem Miniboard verknüpft werden.

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Ziel ist es, planvolles Handeln und logisches Denken systematisch zu fördern. Gerade im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung unserer Gesellschaft sollte deswegen bereits in der Grundschule der kindgerechte Umgang auf anschauliche Weise mit den entsprechenden Medien gelernt werden.

Carina Neubauer, Lin und Andreas Schweibold, FL